Newsletter August 2015 (Ries)

Harada-Newsletter vom 22.03.2015

Harada Newsletter vom 03.03.2015

Harada Newsletter vom 16.02.2015

Harada Newsletter vom 30.01.2015

Harada Newsletter vom 14.12.2015

Jan 2015

Deutscher-Harada-Newsletter No. I Newsletter_square

Liebe Leserinnen, liebe Leser, hier ist er nun, der erste Newsletter zur Harada-Methode auf Deutsch.
Herr Martin Ries wird uns regelmäßig mit Inhalten versorgen, die uns das Verständnis der Harada-Methode weiter erleichtern. Dazu wird er den Original-Newsletter, der von Herrn Harada jeden Donnerstag herausgegeben wird, übersetzen und nach Inhalten, die er für die deutschsprachige Leserschaft für interessant erachtet in einem Newsletter zusammenfassen.

In der heutigen Ausgabe geht es um Selbstveränderung, Zeitmanagement und Routinenbildung zur Änderung von Angewohnheiten.

Keine Zeit für schlechte Angewohnheiten!
Wir befinden uns mitten im Zeitalter der Geschwindigkeit. Wenn man es überspitzt sagen möchte, könnte das Motto dieser Tage auch lauten: „Je schneller, desto besser“. Geschwindigkeit wird gleichgesetzt mit Leben. Man kommt einfach nicht umhin, an allen Ecken und Enden diese Tendenz, dass der Schnelligkeit absolute Priorität eingeräumt wird, deutlich zu spüren zu bekommen.
Gerade im Vergleich zu früher, haben viele Menschen das Gefühl, dass ihre Zeit einfach nicht ausreicht. Der uns konkret zur Verfügung stehende Zeitrahmen hat sich zwar nicht geändert – der Tag hat nach wie vor 24 Stunden. Doch das Verhältnis zwischen dieser messbaren Zeit und unserem Zeitgefühl hat einen Wandel erlebt – eine Diskrepanz ist entstanden.
Wie kommt das? Dadurch, dass unsere Arbeit zugenommen hat? Oder dadurch, dass wir insgesamt mehr eingespannt sind?
An diesem Punkt kommt ein weiterer psychologischer Faktor ins Spiel. Wenn Schwierigkeiten auftreten, neigen viele Menschen dazu, gar nicht erst in Betracht zu ziehen, dass es möglicherweise in der eigenen Macht liegen kann, Veränderungen herbeizuführen.

Sie gehen da-von aus, dass eben die „Umstände“ die Schuld an jenen tragen. Solche Situationen gibt es zwar tatsächlich, doch wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, erwächst – selbst in diesen Fällen – aus einer solchen Denkweise doch keinerlei konstruktiver Lösungsansatz.
Wir können es also entweder einfach hinnehmen, dass unser Handeln von äußeren Faktoren diktiert wird, und erleichtern dadurch unter Umständen auf eine Weise unser Gewissen. Gleichzeitig geraten wir aber von einer negativen Situation in die nächste. Oder wir ändern aktiv etwas daran.

Einer der so genannten Glaubenssätze der Harada-Methode (von Herrn Harada auch ganz prägnant „Credo“ genannt) geht davon aus, dass dieser Wandel zunächst in uns selbst stattfinden kann und muss. Kernbegriff dieses Glaubenssatzes ist die so genannte „Subjektveränderung“ (shutai hen’yô): Dieser be-deutet nichts anderes, als seine Umwelt dadurch zu verändern, dass man sich selbst bewusst verändert.
Um das genannte Prinzip umsetzen zu können, sind zunächst konkrete Punkte im eigenen Verhalten zu finden, welche nicht optimal laufen, und welche einem den Alltag erschweren.
Auf Basis dessen verschafft man sich dann einen Überblick über verschiedene mögliche Gründe für diese Verhaltensweisen. Hierbei muss das Motto lauten: „Keine Ausreden“. Das heißt, man pickt gnaden-los diejenigen Gründe heraus, welche einen innerlich belasten.
Um ein konkretes Beispiel zu nennen: Viele berufstätige und eingespannte Menschen bilden im Zusammenhang mit dem Gefühl, dass die Zeit zum Erfüllen der zu erledigenden Aufgaben vorne und hinten nicht reicht, gewisse Marotten aus, welche der Situation nicht gerade zuträglich sind – etwa ein Vermeidungsverhalten bezüglich gewisser Aufgaben. Sie denken sich, dass sie diese lieber später erledigen würde, und widmen sich derweil einer anderen Arbeit. Wenn sie sich dessen bewusst werden, dass sie die Aufgabe nicht erledigt haben ist es unter Umständen schon wieder Abend. Dann denken sie sich, dass es schon in Ordnung sei, das Aufgeschobene am nächsten Tag zu erledigen, und verbringt den nächsten Tag schließlich genauso. Daraus entwickelt sich langsam aber sicher ein Teufelskreis.
Die tatsächlichen Gründe hierfür sind vielfältig:

·         Aufgrund der hohen Arbeitsbelastung sind sie vielleicht nicht in der Lage, sich auch für Aufgaben gelassen Zeit zu nehmen, welche unangenehm erscheinen.

·         Sie setzen ihre Prioritäten falsch.

·         Sie haben sich schlichtweg eine gewisse Aufschieberei angewöhnt.

·         Sie geben ihrer Arbeit im Grunde genommen weder einen konkreten Anfang noch ein konkretes Ende.

 

Der Gedanke dahinter ist folgender: Es geht nicht nur darum, die an der Oberfläche auftauchenden, schlechten Angewohnheiten abzulegen – sondern vor allem darum, sich im Hinblick auf die ausfindig gemachten grundlegenden Ursachen neue Verhaltensweisen anzueignen, mit welchen man das Problem an der Wurzel packen und sich neue Ziele setzen kann. Wichtig hierbei ist, dass man sich nicht einfach vor-nimmt, das Gegenteil zu tun davon zu tun, was man eigentlich ablegen möchte. Wenn man beispielsweise kein Frühaufsteher ist, kann man nicht jeden Tag um 5 Uhr aufstehen. Mit dieser Herangehensweise kann man unmöglich darauf hoffen, sich neue, positive Angewohnheit anzueignen.
Hinzu kommt eine weitere Schwierigkeit. Menschen denken zwar, dass sie mit etwas weitermachen wollen, aber sie machen nicht weiter. Auch wenn sie wissen, dass etwas einen positiven Effekt hat, hören sie damit auf. Auch wenn sie wissen, dass etwas einen negativen Effekt hat, können sie nicht damit aufhören.

In der Harada-Methode wird vermittelt, dass das tagtägliche Angehen der Problemstellungen sehr wichtig ist, um das Szenario der gesteckten (abstrakten und konkreten) Ziele in die Realität umzusetzen. Geeignete Werkzeuge zum Erreichen dieses kontinuierlichen Angehens sind Tagebücher und Routinenüberprüfungsblätter.
Gerade letztere sind unentbehrlich dabei, wenn man sich auf den Weg macht, jemand zu werden, der seine Ziele erreicht, und um die dafür notwendigen Schritte auf ein Level absoluter Selbstverständlichkeit zu heben.
Routinenüberprüfungs-Arbeitsblätter zeigen einerseits eine enorme Wirksamkeit dabei, die täglichen Aktivitäten zu checken, und neue Angewohnheiten zu schaffen. Doch den wichtigsten Anteil haben sie als eine Methode, den Inhalt der festgesetzten Aktivitäten auszudrücken. Man könnte vielleicht annehmen, dass das selbstverständlich sei, doch es ist ungeahnt schwierig.

Wenn man wirklich Erfolge erzielen (also sich neue Angewohnheiten zu Eigen machen und zukünftige Resultate verändern) will, dann ist es äußerst wichtig, die Formulierungen mit Bedacht auszuwählen, ohne dieses „Selbstverständliche“ für selbstverständlich zu halten.
Dass dies unter Umständen nicht auf Anhieb gelingt ist klar. Daher erfolgt davon ausgehend die Phase „Versuch und Irrtum“: Etwas versuchen, Feststellungen machen, verbessern.
Sich komplett neues Verhalten anzugewöhnen ist für Menschen einfacher als altes abzulegen. Es fühlt sich frisch an, und es führt zu Ansporn. Die Freude Neues zu tun wird zu einer Motivation, welche einen alles Mögliche fortsetzen lässt. Doch mit irgendetwas aufzuhören ist wirklich sehr schwer. Daher ist es die Empfehlung Herrn Haradas, den Fokus nicht auf das „Aufhören“ zu legen, sondern sich doch vielmehr Mechanismen für neue, positive Handlungsmuster auszudenken, durch welche man gar nicht anders kann, als die negativen Dinge auf ganz natürliche Weise aufzugeben.
Das erläuterte Prinzip ist natürlich nicht nur auf die genannte, individuelle Situation zu beziehen, sondern greift auch und gerade im Umgang mit anderen Menschen.

Wenn man ein Interesse daran hat, die Belegschaft des eigenen Unternehmens zu selbständig denkenden und handelnden Menschen zu machen, führt kein Weg daran vorbei, zunächst selbst zu einem solchen werden. Somit stellt es gerade für alle Manager und andere Personen in Führungspositionen einen wichtigen Beitrag zur Lebenseinstellung dar.
Vielleicht wurde auch Ihr Interesse geweckt? Dann würden wir uns freuen, wenn Sie das Seminarangebot des Harada Instituts wahrnehmen.
Um es mit den Worten Herrn Haradas zu sagen: Probieren Sie es doch auch einmal aus.

Quellen:

– Bodek, Norman, Takashi Harada; Johannes Gehrmann (Üs, Hg), Kai Rädisch (Üs, Hg) (2014): Die Harada-Methode. Eine Anleitung aus Japan zur Selbstentwicklung.
Lean Management für die Menschen. Erkner: Harada-Institut Deutschland. S. 33, 125 – 126, 259.
– Newsletter der Kabushiki Gaisha Harada Kyôiku Kenkyûjo (Harada Education Institute, Inc.): Kolumne „Harada Takashi no karisuma no mesen [Der charismatische Blick von HARADA Takashi]“,
Nr. 23 (o.J., zuletzt abgerufen am 30.11.2014 via http://harada-educate.jp/mail-bu), 295 (06.11.2014), 296 (13.11.2014), 297 (20.11.2014).

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